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Philosophisches

Lichtverschmutzung

Wie schade es doch ist, dass das, was wir tagtäglich brauchen, unbemerkt die Natur verschandelt: Strom. Elektrische Energie umgesetzt in Leuchtkraft.

Abseits jener Zivilisation, mehrere Kilometer entfernt vom nächsten Dorf, mitten in der Nacht auf einem Feld. In solchen Momenten sieht man, was wir anrichten, wenn wir Abends das Licht einschalten, weil uns die Mondstrahlen zu dunkel sind. Und man sieht, was die unendbare Straßenbeleuchtung anrichtet.

Frankfurt am Main, “Mainhattan”, strahlt am Horizont als großer Ball. Die Halbkugel strahlt noch sehr weite Entfernungen über die Hausdächer hinweg. Ebenso erkennbar das nächste Dorf: Hammersbach.

Auch Hammersbach strahlt. Alles strahlt. Es ist kein komplett dunkler Fleck mehr zu finden. Selbst Kilometer entfernt wirft mein Kumpel noch Schatten in den tiefen Schnee, ebenso wie die drei Rehe, die aufgeschreckt an uns vorbeihuschen. Unfassbar…

Das geht so bis in die Morgenstunden. Bis zum Sonnenaufgang. Bis die Automatik die Straßenlaternen erlöschen lässt und die ersten Menschen die Rollläden hochziehen. Wie gern würde ich einfach mal eine dunkle Nacht mit einem lieb gewonnen Menschen verbringen, ohne von unserer Medien- und Technikverstrahlten Welt wortwörtlich geblendet zu werden. Doch ohne Stromausfälle, die ich niemandem wünsche, wird das wohl immer ein Traum bleiben…

4 Antworten auf „Lichtverschmutzung“

Hey Phil,
recht hast du solche Orte werden ständig weniger. Ich bin auch schon lange der Meinung das diese ganze Nachtbeleuchtungen Verschwendung und Verunreinigung sind.

Doch solange der Mensch ein egoistisches Wesen ist und das wird er immer bleiben wird die Natur zerstört und das solang bis der Mensch sich wahrscheinlich damit in seinen eigenen Ruin getrieben hat.

Doch es gibt noch solche Orte. In Polen ;D da gibt es schöne abgelegene Orte,wo keine Lichtverschmutzung mehr aufzufinden ist, und in den Städten sind nur auf den Hauptstraßen viele Lichter, Läden und so weiter machen AUS! Hier in Deutschland aber haben Läden immer rund um die Uhr iwelche Lichter an. Aber was solls kann man nix ändern.

Toller Eintrag gefällt mir sehr vor allem als Begleiter in dieser Nacht, die ich auch viel zu hell empfunden habe ;D

@robert.b: Ich glaube, ich komme einmal mit nach Polen, nur um einen solchen Ort zu erleben ;D

Hier erfährt man sowas ja nur noch im tiefen Wald, da durch die Dichte der Bäume das Licht nicht mehr durchdringt…

Der Mensch wird die Natur nie zerstören können. Er kann sie lediglich beeinflussen. So passen sich die Tiere eben daran an das es hell und nicht dunkel ist. Dann gibt es eben weniger eulen und dafür mehr Motten. Im endeffect ist es nur eine Illusion das der Mensch die Natur zerstört denn wir sind genauso ein Teil dieser Natur. Ob sie durch uns schöhner wird, und ich denke da weiß jeder das dies nicht der Fall ist, wie wir ja hier an diesem Thema sehen, steht ausser Frage.
Allerdings wer suche der finde. Lauft doch einfach mal Abends in einen Wald hinein. Man muss eine weile laufen das stimmt wohl, aber man findet mich ziemlicher sicherheit irgentwo eine nette kleine lichtung auf der man genüsslich sein Zelt aufschlagen kann, Picknicken kann und die relativ reine Natur beobachten kann. Selbst ausprobiert es geht ^^.

Lg Marcel D.

Da hast du Recht, Marcel. Auf jeden Fall gibt es solche Stellen. Kenne ich selbst. Aber das ist im Wald, nur weil das Licht nicht durch dringt. Aber ich finde es einfach unschön, wenn man jedes noch so kleine Dorf am Horizont als grell strahlenden Punkt entdecken kann…

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