April, April!

„April, April!“ – Das hört man heute oft. Heute, am ersten Tage des neuen Monats, macht sich ein Großteil der Weltbevölkerung den Scherz, andere herein zu legen. Wurdet Ihr auch schon Opfer?

Doch um Euch nicht in Unwissenheit sterben zu lassen, möchte ich Euch heute erklären, wie es zu diesem Brauch kam…

Die Redensart „in den April schicken“ wurde in Deutschland das erste Mal um 1618 in Bayern schriftlich festgehalten. Später wanderte diese Tradition auch bis nach Amerika. Obwohl bereits in Grimms Deutschem Wörterbuch im Jahre 1854 der „Aprillsnarr“ festgehalten ist, kam das Wort „Aprilscherz“ erst Ende des 19. Jahrhunderts zum Tragen.

Trotz Durchstöberns verschiedenster Quellen konnte ich nicht herausfinden, wie es zum Aprilscherz kam. Es ist schlichtweg unbekannt. Unbestätigten Erklärungen ist zu entnehmen, dass der erste April überwiegend als Unglückstag in unterschiedlichen Kulturen, wie beispielsweise schon als Volksglaube in der Antike, bekannt war. Auch die Verspottung an diesem Tag kam schon Jahrhunderte lang vor.

Ein Beispiel dafür sind die Franzosen. König Karl IX hatte 1564 eine Kalenderreform durchgesetzt und legte den offiziellen Jahresanfang auf den ersten Januar. In vielen Regionen feierten die Bürger Frankreichs aber trotzdem weiterhin Ende März, weil sie es nicht besser wussten. Diese wurden deshalb am ersten April verspottet.

Macht Ihr Euch auch den Scherz und veräppelt Eure Mitmenschen? Wie gefällt es Euch, hereingelegt zu werden?

Auch öffentliche Stellen und Nachrichtenagenturen liefern sich jählich den Kampf um den besten Scherz. Egal ob angeblich der Rechtsverkerh in England eingeführt oder die Deutsche Mark zurückgeholt wird.

Der meiner Meinung nach kurioseste Scherz ist, dass mehrere Nachrichtenagenturen am ersten April vor dem Umeltgift „Dihydrogen-Monoxid“ warnten. Dieses komme in saurem Regen und Tumoren vor und wirke beim Einatmen tödlich. Die einfache Erklärung: Es ist Wasser (H2O) und die Agenturen haben dabei nicht einmal gelogen. Lediglich die Leichtgläubigkeit und Naivität der Menschen ließ sie nicht weiter nachdenken und darauf reinfallen.

Bis dahin erstmal einen guten neuen April und ärgert Euch nicht zu sehr über die nächsten Wochen mit dem berühmten „Aprilwetter“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.